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Kreativität, Feinmotorik, Sprache und Sozialkompetenz fördern - Spielspaß: Bei der Strohernte

(unbezahlte Werbung weil Markenzeichen sichtbar)

 

Der Bauer erntet das Stroh und braucht Hilfe. Leider ist sein Strohtransporter schon voll oder kaputt. Regenwetter und Gewitter nahen. Jetzt ist Kreativität und Hilfsbereitschaft gefragt. Wie schaffen wir es gemeinsam, die Strohernte des Bauern zu retten?

 

Schneiden und Bündeln fördern die Feinmotorik und die Hand-Auge-Koordination. Gemeinsam überlegen, wie dem Bauern geholfen werden kann, weckt die Kreativität bei der Lösungsfindung und ünterstützt die Kinder dabei, die Perspektive zu wechseln und sich in die Situation eines anderen hineinzuverstetzen. Auf dieser Basis entwickelt sich die Sozialkompetenz.

 

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Material

Fahrzeuge (beladbar)
Stroh (Reste auf dem Feld sammeln oder echte Strohhalme (Bastelbedarf))
Schere
Faden*
 
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Tipp

Bastfäden benutzen, weil die Knoten sofort gut halten

 

Vorbereitung

eventuell etwas Stroh vorschneiden und ein paar Strohballen binden
 

 

So geht's

 

Zu Beginn wird den Kindern die Situation des Bauern erklärt. Sein Hänger ist kaputt, wenn das Stroh naß wird, kann es nicht gelagert werden, was können wir tun, um ihm zu helfen? Dabei dürfen die Kinder eigene Ideen, wie sie das Stroh in die Scheune bringen können einbringen. Die Strohballen können auch auf Booten transportiert werden oder mit dem Flugzeug, auf dem Schlitten, im Rucksack - alles ist möglich. Aber zuerst muss das Stroh gebündelt werden.

 

Die Kinder dürfen die Strohstücke kleinschneiden. Das können auch schon die Kleinen, wenn man ihnen die Strohhalme auf Spannung hält und sie die Schere mit beiden Händen bedienen dürfen.

 
 
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Die Länge der Strohstücke ist abhängig von der Größe der zu beladenden Fahrzeuge.

 

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Jetzt werden die Strohstücke gebündelt. Auch hier können die Kleinen die lose gelegten Knoten schon zusammenziehen.

Ältere Kindern dürfen sowohl allein schneiden als auch das Stroh bündeln. Das schöne ist, dass das Bündeln leichter zu zweit geht. So können spielerisch das Bitten um Hilfe, das Helfen und das Danken geübt werden.

 

Die Strohbündel können jetzt aufgeladen werden und dann geht der Transport zur Scheune los. Dabei kann der folgende Reim mehrfach wiederholt werden:

 

Strohernte

©2020 Ute Lantelme

 

Des Bauern Hänger ist kaputt,

drum fahrn wir heute Stroh statt Schutt.

Wir fahren damit querfeldein

Helfen kann so einfach sein.

Zur Scheun' fahr'n wir die dicken Ballen

Und da, da lassen wir sie fallen.

Das ist ein Spaß, den jeder liebt.

Komm her und mach doch einfach mit!

 

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Und jetzt geht es querfeldein zum Bauernhof. In der Scheune wird dann alles abgeladen.

 

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Tipp

Aus diesem Spiel kann auch ein Bewegungsspiel entstehen. Statt der Strohballen können leere Kartons geladen werden. Da ist dann körperlicher Einsatz gefordert und  natürlich wird der Bewegungsradius dabei viel größer. Kinder transportieren immer wieder gerne Dinge zu einem Ziel. Mit dem Kartons lassen sich dann sehr schöne Stapel bauen. Etwas schwieriger wird es mit Heusäcken (Tierbedarf), weil die natürlich nicht so einfach zu stapeln sind. Zum Schluss kann das Ganze in einer Heuschlacht münden - ein Abenteuer für alle Sinne.

 

 

Warum ist Bewegung wichtig?

Bewegung wird in der heutigen Zeit eher passiv erlebt und ist für viele Kinder zur „Nebensache“ geworden. Die Anzahl der Kinder, die Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten zeigen, nimmt stetig zu. Die Folgen sind u.a. Konzentrationsmangel oder Übergewicht. Noch vor 20 Jahren hatten Kinder eine bessere Koordination, mehr Ausdauer und ein besser entwickeltes Bewegungsvermögen. Der Grundstein hierfür wird in den ersten fünf Lebensjahren gelegt. Kinder müssen sich  bewegen, damit sie sich körperlich, seelisch und geistig optimal entwickeln können.
Oft führen zu viele Termine  zu „Bewegt-werden“ anstatt zu „Bewegen“. Wir nehmen den Kindern viele Wege ab, sie halten sich weniger im Freien auf. Der Medienkonsum ist schon im Kindergartenalter erschreckend hoch. Auf der anderen Seite werden Kinder immer wieder mit bewegungsfeindlicher Umgebung konfrontiert.
Bewegung macht Spaß
Bewegung ist der Motor einer gesunden Entwicklung
Werden Kinder von Anfang an an die Bewegung in all seinen Facetten herangeführt, wird es für sie zur Selbstverständlichkeit. So können Eltern einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit ihres Kindes leisten.
Bewegung ist u.a. auch mit Wahrnehmung, Denken und Gefühlen verbunden. Kein Bereich des Menschen entwickelt sich oder funktioniert völlig unabhängig von anderen Bereichen, auch im Gehirn sind die Bereiche miteinander durch Nervenbahnen, biochem. Reaktionen oder Verschaltungen verbunden. Die Motorik steht dabei an zentraler Stelle. So entwickelt sie sich nicht völlig losgelöst von anderen Bereichen und umgekehrt.
 

Körperwahrnehmung

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, seiner Grenzen und Fähigkeiten, der motorischen Möglichkeiten ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung. Wer seinen Körper gut kennt und seine Körperteile benennen kann, hat im wahrsten Sinne des Wortes ein gesundes Selbst-Bewusstsein!

In den heutigen Zeiten müssen wir verstärkt darauf achten, dass nicht anstelle der unmittelbaren Primärerfahrungen immer mehr Sekundärerfahrungen treten. Kinder dürfen nicht zu passiven Konsumenten von Erfahrungen aus 2. Hand erzogen werden (Fernsehen, Computerspiele...), dann nämlich geht ihnen das Körperbewusstsein allmählich verloren. Auch hier gibt es alarmierende Studienergebnisse. Vor allem in Großstädten finden wir ein relativ kinderfeindliches Umfeld vor, das kaum noch Raum für eigene Erfahrungen gibt. Dabei ist klar: nur durch Ausprobieren, Üben, Wiederholen, Scheitern und erneutes Versuchen sind Kinder in der Lage, Gefahren und Risiken und ihren eigenen Körper und seine Grenzen kennen zu lernen und einzuschätzen. Wo die Sorge um Sicherheit und Hygiene im Vordergrund steht, werden Kinder in ihrer Entwicklung begrenzt, nicht nur in ihrer Bewegungserfahrung, sondern auch im Aufbau einer Begriffswelt und ihrer Denkentwicklung. Durch Bewegung machen Kinder Erfahrungen über sich selbst, sie lernen ihre Fähigkeiten kennen, lernen sich einzuschätzen und entwickeln so die Voraussetzung für Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Sie lernen aber auch, mit anderen umzugehen, deren körperliche Fähigkeit zu akzeptieren, sich darauf einzustellen.

 

 

 

Geruchs- und Geschmackssinn

Gerüche und Geschmäcker umgeben unser tägliches Dasein. Vor allem in der Vorweihnachtszeit. Geruchs- und Geschmackswahrnehmungen besitzen auch eine besonders ausgeprägte emotionale Komponente. Dies ist dadurch zu erklären, dass zwischen der Riechbahn und dem Limbischen System, das für die emotionale Bewertung der Sinneswahrnehmung im Gehirn verantwortlich ist, eine enge Verbindung besteht. Geruchs- und Geschmackserfahrungen haben eine hohe Tiefen- und Langzeitwirkung. Sie verbinden sich mit Erinnerungen an Erlebnisse, die nach Jahren sofort wieder gegenwärtig werden, wenn ein bestimmter Geruch/Geschmack wahrgenommen wird. (Kindheitserinnerungen)

 

Wahrnehmungsspiele

Die Kinder begreifen die Welt mit allen ihren Sinnen. Die Haut ist hierbei das größte Sinnesorgan und auch jenes, das zu allererst voll ausgebildet funktioniert. Über die Haut und den Mund (orale Phase) erkunden die Kinder die Welt. Je mehr verschiedene Sinneseindrücke die Kinder in den ersten Jahren über diese Kanäle erfahren, desto besser ausgeprägt ist ihre Sinneswahrnehmung. Hierbei hilft die große Anzahl sensorischer Wahrnehmungsrezeptoren auf der Haut.

Die Kinder bekommen so viele Eindrücke (sehen, hören, riechen, schmecken), aber auch unzählige Reize – sowohl von innen (Muskelspannung, Gleichgewicht) als auch von außen (Berührungen, Arten von Materialien). Im Kontext lernen die Kinder die Schwerkraft kennen, üben die Auge-Hand-Koordination, schulen sowohl Grob-, als auch Feinmotorik und be-greifen die Welt.

Um die Entwicklung der Kinder zu fördern und sie zu unterstützen, diese vielen Eindrücke und Erfahrungen zu integrieren, brauchen die Kinder vor allem Zeit, sich selbst im Umgang mit dem Material oder den Sinnesreizen zu erfahren – denn die Selbstwahrnehmung kommt vor der Fremdwahrnehmung.

 

Warum mit Kindern Naturphänomene entdecken und erforschen?

 Kinder entdecken forschend und ausprobierend die Welt. Manchmal mutet es fast schon wissenschaftlich an, wenn sie Versuche immer wieder wiederholen. Es scheint als ob sie mit einer Versuchsreihe herauszufinden sichten, ob ein Löffel immer wieder auf den Boden fällt, ob ihn die Eltern immer wieder aufheben oder ob er nicht doch vielleicht eines Tages zum Mond fliegt... . Immer wieder erleben wir Naturgesetze im Alltag - die Fliehkraft der Bahn, wenn sie am Bahnsteig durchfährt, der Fahrtwind auf dem Fahrrad usw. Mit kleinen Beobachtungen dieser Phänomene erlauben wir den Kleinen, diese Prozesse eigenständig zu entdecken und wir unterstützen sie dabei, diese in Worte zu fassen (Wortschatzerweiterung). Die Kinder werden zu genauen Beobachtern und achtsam im Umgang mit ihrer Umwelt. Und die eine oder andere Entdeckung hält nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Großen einen AHA-Effekt bereit. Und das sind doch die Sachen, die wir nie mehr vergessen. Lernen fürs Leben und Spaß haben!

 

 

Texte: Ute Lantelme und Tanja Keller
Fotos: Ute Lantelme
 
 
 
Tanja Keller ist staatlich anerkannte Erzieherin, Früh- und Kindheitspädagogik B.A., AbenteuerKinderWelt-Leiterin seit 2008 und seit 2011 zertifizierte AbenteuerKinderWelt-Multiplikatorin. Sie bietet Fortbildungen, Workshops und Praxiscoaching an. 
 

Ute Lantelme ist Sprachwissenschaftlerin, Dozentin und die Gründerin von AbenteuerKinderWelt. Sie ist die Ansprechpartnerin für alle Fragen und Projekte rund um AbenteuerKinderWelt. Sie bietet Workshops und Fortbildungen in allen Bildungsbereichen an und ist Autorin mehrerer Bücher.

 

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