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Kreativität - Upcycling - MeisterWerken - Bewegung: Silvesterrakete

Mit dieser schnellen Upcycling-Rakete gibt es schnellen Bastel- und Spielspaß nicht nur für die Allerkleinsten. Wer mag ergänzt das Spiel noch mit kleinen Infos rund um die Planenten, zu denen man fliegen kann. Hier auf der Spielseite von AbenteuerKinderWelt gibt es noch weitere tolle Spielideen rund um Raketen.

 

Silvesterrakete 2n

 

Material

leere Getränkekartons (quadratisch), gut ausgewaschen
Seidenpapier (farbfest in rot, gelb, lila)
Klebestift
Heisskleber
Schere
Acrylfarbe (eventuell)
leere Plastikflasche (eventuell) oder Klopapierrolle
Washi-Tape zum Verzieren (eventuell)

 

Silvesterrakete 2a
Silvesterrakete 2c
 

 

 

Vorbereitung

Den Getränkekarton oben mit dem Ausgießer abschneiden.
Das größere Ende umkrempeln, damit die silberne Seite nach außen kommt.
Den oberen Teil des Getränkekartons mit Farbe bemalen.

 

Silvesterrakete 2d

 

So geht's

Die Kinder dürfen die Rakete in Form kneten, damit sie nicht mehr so eckig aussieht. Anschließend schneiden sie das  das Seidenpapier in lange Streifen für den Raketenschweif.
 
Silvesterrakete 2e
Silvesterrakete 2i
 
 

Die Seidenpapierstreifen kleben sie jetzt mit dem Klebestift an einem Ende zusammen. (So lässt sich der Raketenschweif leichter in der Düse festkleben.)

 

Silvesterrakete 2h
Silvesterrakete 2j
 

 

Den Raketenschweif stecken sie dann durch die Antriebsdüse (Ausgießer). Dann wird er von einem Erwachsenen mit Heißkleber festgeklebt.

 

Silvesterrakete 2b
Silvesterrakete 2f
 

 

 

Der nächste Schritt ist etwas knifflig. Der Antriebsteil des Getränkekartons wird rund zugeschnitten, so dass eine Klebekante bleibt. Dann wird die Kante umgeknickt und innen im Raketenkörper eine Schicht Heißkleber aufgebracht. Das Antriebsteil dann dort so schnell wie möglich festkleben. Eventuell muss es mehrmals nachgeklebt werden. Alle Schritte mit Heißkleber sind Aufgaben für die erwachsenen MeisterWerker:innen.

 

Silvesterrakete 2k
Silvesterrakete 2l
Silvesterrakete 2m
Silvesterrakete 2n
 

 

Wenn die Rakete fertig gebaut ist, geht das Spiel los. Wir suchen ein Ziel und lassen die Raketen dorthin fliegen. Das kann eine auf einem Stuhl liegende Orange sein, sorry, es ist natürlich der Orangenplanet gemeint oder das Bild eines Planeten an der Wand. Das Spiel kann drinnen und draußen gespielt werden. Die Raketen fliegen gut, sie sind leicht und stabil.

 

Noch mehr Raketenspiel gefällig?

Hier gibt es noch mehr:

Raketenspiel 1

Rakentenrennen

Raketenspiel 2

Planetenexpeditionen Bewegungslied

Raketenspiel 3

Raketenpizza

 

und noch viele weitere Ideen rund um Planeten und Sterne gibt es auf unserer Spieleseite

 

Warum ist Bewegung wichtig?

Bewegung wird in der heutigen Zeit eher passiv erlebt und ist für viele Kinder zur „Nebensache“ geworden. Die Anzahl der Kinder, die Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten zeigen, nimmt stetig zu. Die Folgen sind u.a. Konzentrationsmangel oder Übergewicht. Noch vor 20 Jahren hatten Kinder eine bessere Koordination, mehr Ausdauer und ein besser entwickeltes Bewegungsvermögen. Der Grundstein hierfür wird in den ersten fünf Lebensjahren gelegt. Kinder müssen sich  bewegen, damit sie sich körperlich, seelisch und geistig optimal entwickeln können.
Oft führen zu viele Termine  zu „Bewegt-werden“ anstatt zu „Bewegen“. Wir nehmen den Kindern viele Wege ab, sie halten sich weniger im Freien auf. Der Medienkonsum ist schon im Kindergartenalter erschreckend hoch. Auf der anderen Seite werden Kinder immer wieder mit bewegungsfeindlicher Umgebung konfrontiert.
Bewegung macht Spaß
Bewegung ist der Motor einer gesunden Entwicklung
Werden Kinder von Anfang an an die Bewegung in all seinen Facetten herangeführt, wird es für sie zur Selbstverständlichkeit. So können Eltern einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit ihres Kindes leisten.
Bewegung ist u.a. auch mit Wahrnehmung, Denken und Gefühlen verbunden. Kein Bereich des Menschen entwickelt sich oder funktioniert völlig unabhängig von anderen Bereichen, auch im Gehirn sind die Bereiche miteinander durch Nervenbahnen, biochem. Reaktionen oder Verschaltungen verbunden. Die Motorik steht dabei an zentraler Stelle. So entwickelt sie sich nicht völlig losgelöst von anderen Bereichen und umgekehrt.
 

Körperwahrnehmung

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, seiner Grenzen und Fähigkeiten, der motorischen Möglichkeiten ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung. Wer seinen Körper gut kennt und seine Körperteile benennen kann, hat im wahrsten Sinne des Wortes ein gesundes Selbst-Bewusstsein!

In den heutigen Zeiten müssen wir verstärkt darauf achten, dass nicht anstelle der unmittelbaren Primärerfahrungen immer mehr Sekundärerfahrungen treten. Kinder dürfen nicht zu passiven Konsumenten von Erfahrungen aus 2. Hand erzogen werden (Fernsehen, Computerspiele...), dann nämlich geht ihnen das Körperbewusstsein allmählich verloren. Auch hier gibt es alarmierende Studienergebnisse. Vor allem in Großstädten finden wir ein relativ kinderfeindliches Umfeld vor, das kaum noch Raum für eigene Erfahrungen gibt. Dabei ist klar: nur durch Ausprobieren, Üben, Wiederholen, Scheitern und erneutes Versuchen sind Kinder in der Lage, Gefahren und Risiken und ihren eigenen Körper und seine Grenzen kennen zu lernen und einzuschätzen. Wo die Sorge um Sicherheit und Hygiene im Vordergrund steht, werden Kinder in ihrer Entwicklung begrenzt, nicht nur in ihrer Bewegungserfahrung, sondern auch im Aufbau einer Begriffswelt und ihrer Denkentwicklung. Durch Bewegung machen Kinder Erfahrungen über sich selbst, sie lernen ihre Fähigkeiten kennen, lernen sich einzuschätzen und entwickeln so die Voraussetzung für Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Sie lernen aber auch, mit anderen umzugehen, deren körperliche Fähigkeit zu akzeptieren, sich darauf einzustellen.

 

 

Wahrnehmungsspiele

Die Kinder begreifen die Welt mit allen ihren Sinnen. Die Haut ist hierbei das größte Sinnesorgan und auch jenes, das zu allererst voll ausgebildet funktioniert. Über die Haut und den Mund (orale Phase) erkunden die Kinder die Welt. Je mehr verschiedene Sinneseindrücke die Kinder in den ersten Jahren über diese Kanäle erfahren, desto besser ausgeprägt ist ihre Sinneswahrnehmung. Hierbei hilft die große Anzahl sensorischer Wahrnehmungsrezeptoren auf der Haut.

Die Kinder bekommen so viele Eindrücke (sehen, hören, riechen, schmecken), aber auch unzählige Reize – sowohl von innen (Muskelspannung, Gleichgewicht) als auch von außen (Berührungen, Arten von Materialien). Im Kontext lernen die Kinder die Schwerkraft kennen, üben die Auge-Hand-Koordination, schulen sowohl Grob-, als auch Feinmotorik und be-greifen die Welt.

Um die Entwicklung der Kinder zu fördern und sie zu unterstützen, diese vielen Eindrücke und Erfahrungen zu integrieren, brauchen die Kinder vor allem Zeit, sich selbst im Umgang mit dem Material oder den Sinnesreizen zu erfahren – denn die Selbstwahrnehmung kommt vor der Fremdwahrnehmung.

 

 

MeisterWerken

Damit sind allerlei Kreativangebote gemeint, nicht nur, aber auch das klassische Malen und Basteln. Kreativität ist nach unserer Auffassung aber viel mehr als das. Kinder in diesem jungen Alter werden oft zum ersten Mal an die Fülle von Materialien und Werkzeugen herangeführt. Sie erleben ihre Umwelt über die Sinne, sie wollen sich ausprobieren und Spuren hinterlassen. Das können sie beim MeisterWerken mit Finger-, Lebensmittel- oder Cremefarben, aber auch mit Stiften, Pinseln oder Stempel. Kleister, Knete und allerlei andere Materialien können ebenso zum Einsatz kommen. Es muss also nicht immer ein fertiges Produkt entstehen, manchmal geht es einfach ums konkrete Tun, um das Erlebnis, die Erfahrung, das Event.

Ganzheitliches Lernen ist ein wichtiges Schlagwort in der AbenteuerKinderWelt, deshalb wird oft und gerne darauf geachtet, dass Inhalte und Themen der Stunde beim MeisterWerken erneut aufgegriffen werden.

Das MeisterWerken legt auch großen Wert auf die Kommunikation, womit es selbstverständlich den Spracherwerb fördert, den Wortschatz erweitert und Sprechanlässe liefert. Gerade in der Weihnachtszeit gibt es viele Sprechanlässe. Auch die Idee, Familienmitgliedern oder Freunden etwas Selbstgemachtes zu schenken, ist zauberhaft. Ihr Kind erlebt die Freude und den Stolz, wenn das eigene Werk gelobt und beachtet wird und womöglich einen Ehrenplatz an Omas Küchenfenster bekommt. Sie fördern damit auch das Selbstbewusstsein Ihres Kindes.

 

Warum mit Kindern Naturphänomene entdecken und erforschen?

 Kinder entdecken forschend und ausprobierend die Welt. Manchmal mutet es fast schon wissenschaftlich an, wenn sie Versuche immer wieder wiederholen. Es scheint als ob sie mit einer Versuchsreihe herauszufinden sichten, ob ein Löffel immer wieder auf den Boden fällt, ob ihn die Eltern immer wieder aufheben oder ob er nicht doch vielleicht eines Tages zum Mond fliegt... . Immer wieder erleben wir Naturgesetze im Alltag - die Fliehkraft der Bahn, wenn sie am Bahnsteig durchfährt, der Fahrtwind auf dem Fahrrad usw. Mit kleinen Beobachtungen dieser Phänomene erlauben wir den Kleinen, diese Prozesse eigenständig zu entdecken und wir unterstützen sie dabei, diese in Worte zu fassen (Wortschatzerweiterung). Die Kinder werden zu genauen Beobachtern und achtsam im Umgang mit ihrer Umwelt. Und die eine oder andere Entdeckung hält nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Großen einen AHA-Effekt bereit. Und das sind doch die Sachen, die wir nie mehr vergessen. Lernen fürs Leben und Spaß haben!

 

Texte:  Ute Lantelme

Fotos:  Ute Lantelme

 
 

Ute Lantelme ist Sprachwissenschaftlerin, Dozentin und die Gründerin von AbenteuerKinderWelt. Sie ist die Ansprechpartnerin für alle Fragen und Projekte rund um AbenteuerKinderWelt. Sie bietet Workshops und Fortbildungen in allen Bildungsbereichen an und ist Autorin mehrerer Bücher.

 

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Noch mehr Ideen  zum Spielen finden Sie in unseren Büchern und Elternheften

 

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